Finanzexperten zu aktuellen Themen
Erfahrung aus Jahrzehnten
Dann Ende Februar 2022 der Kriegsausbruch in der Ukraine, der neben dem humanitären Wahnsinn auch Energiekrise und Höchstinflation bringt. Und wäre das nicht schon genug, ereilten uns diese Woche Nachrichten über die Pleite der Silicon Valley Bank und die Schieflage der Credit Suisse. Sofort ging es auch an den Börsen rund.
Warum? Weil solche Ereignisse – unabhängig ob auf gesundheitlicher, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene – für Irritation sorgen und Verunsicherung schaffen! Selbstverständlich auch auf den Kapitalmärkten.
Viele fragen sich, ob das in Österreich auch passieren könnte – ob die eigene Hausbank noch ‚sicher‘ ist? Gerald Oswald, Head of Sales & Akquisition, macht sich aufgrund des 30-jährigen Einblicks in der österreichischen Bankenlandschaft keine Sorgen:
- Österreichische Banken verfügen aufgrund der strengen Kapitalvorschriften in Zusammenhang mit regulatorischen Vorschriften über ausreichend Eigenkapital.
- Innerhalb der verschiedenen Bankensektoren sorgen Geldinstitute über Haftungsverbünde abseits der Einlagensicherung für zusätzliche Sicherheit.
- Auch sind in Österreich alle Sparguthaben mit EUR 100.000 einlagengesichert. Wer über mehr liquide Mittel verfügt ist gut beraten, dieses Kapital auf mehrere Banken zu verteilen.
Wie sieht das mit Inflation und Leitzins aus?
Auch wenn die Inflation im Februar gegenüber dem Vormonat leicht gesunken ist, beläuft sie sich noch immer auf hohen 10,9%. Dem gegenüber hat die Europäische Zentralbank den Leitzins diese Woche um weitere 0,5% angehoben – somit haben wir ein Zinsniveau von 3,5% erreicht. Prognose steigend. Die Finanzexperten bei dagobertinvest sind sich einig: Die Inflation wird mittelfristig hoch bleiben, ebenso das Zinsniveau. Gleichzeitig sind die Immobilienpreise im Sinken begriffen.
Was bedeutet das für den Immobilienmarkt?
Höhere Zinsen bei Banken bedeuten jedenfalls höhere Kosten bei der Geldbeschaffung auf der einen Seite, aber auch Erträge bei Spareinlagen auf der anderen Seite – davon ist dann noch die KESt zu entrichten. Also insgesamt zu wenig, um Sparen wieder zum Vermögensaufbau auszurufen.
Gleichzeitig stagnieren die Immobilienpreise bzw. sinken in manchen Regionen sogar. Das bedeutet geringere Erträge für Immobilienentwickler und aufgrund der höheren Kreditzinsen und den strengeren regulatorischen Erfordernissen, keine Entspannung bei Wohnungs- und Hauskäufern.
„All diese Faktoren werden wieder zu mehr Professionalität und Stabilität am Immo-Markt führen“, so Gerald Oswald. Warum? „weil semiprofessionelle Marktteilnehmer, die sich bis jetzt als Glücksritter in der Immoszene bewegen konnten, keine Zukunft mehr haben. Erfahrene und strategische Investoren sowie renommierte Entwickler werden weiterhin den Immobilienmarkt erfolgreich bespielen und Gewinne einfahren.“
Wie geht dagobertinvest damit um?
„Wir bei dagobertinvest zollen dieser Entwicklung gebührend Tribut, in dem wir bei der Auswahl der Projekte schon jetzt noch strengere Kriterien heranziehen. Während des Lizenzverfahrens im Sinne der europäischen Schwarmfinanzierungs-Dienstleistungs-Verordnung (ECSP) wurden die Risikoleitlinien bei dagobertinvest evaluiert und vertieft. Schon jetzt gelten die strengeren Regeln bei der Analyse von Immobilien-Projekten, die wir auf die Plattform bringen. Das heißt, dass wir während der Projektprüfung bereits prospektiv höhere Finanzierungskosten und Zinssätze unterstellen. Nur Projekte, die diesen Stresstest bestehen, werden auch den Investoren präsentiert“, so Gerald Oswald über die Auswahl der aktuellen Projekte.
Macht Immobilien-Crowdinvesting noch Sinn?
„Das kommt darauf an“, grinst Oswald. „Wer mit einer Risikotoleranz ausgestattet ist und strategisch kleinere Beträge in mehrere Projekte streut, wird auch weiterhin mit Immo-Crowdinvesting erfolgreich sein können! Das Wichtigste ist dabei einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn einmal nicht alles nach Plan läuft – auch das gehört dazu.“