GELD KENNT KEIN GESCHLECHT
Wie ist es um Frauen und Finanz bestellt? Damit haben wir uns anlässlich des Weltfrauentags, der sich am Sonntag, 8. März zum 109. Mal jährt, beschäftigt. Das unabhängige Vergleichsportal CrowdCircus hat kürzlich seine Marktzahlen aus 2019 veröffentlicht und ein Bild des durchschnittlichen Investors gezeigt: Er ist durchschnittlich 47,7 Jahre alt – und MÄNNLICH. Nur etwa 22% der Frauen nutzen Crowdfunding. 78% verzichten auf die Chance einer hohen Rendite. Auffällig ist: Die Zahl der Investorinnen entspricht in etwa dem Frauenanteil in Aufsichtsratspositionen bei den 200 umsatzstärksten Unternehmen in Österreich – der lag 2019 bei 21,4%. Luft nach oben? Definitiv!Einige Studien haben sich mit der Frage beschäftigt, warum Frauen weniger in Finanzanlageprodukte investieren als Männer, obwohl sie gleich viel sparen? Als ein deutlicher Unterschied im Anlegerverhalten wird die Risikobereitschaft beschrieben, als eine weitere, dass Frauen der Meinung sind, dass ihr Finanzwissen nicht ausreiche, um in ertragreiche Finanzprodukte zu investieren – dabei wäre es gerade wichtig für Frauen, eine gute Anlagestrategie zu entwickeln! Warum? Weil Frauen oft weniger verdienen als Männer, und aber länger leben - Altersvorsorge ist in Zeiten von Nullzinspolitik definitiv auch weiblich.
Bei Crowdinvesting handelt es sich um Risikokapital, das widerspricht der weiblichen Anlagestrategie. Dabei bietet es hohe Zinsen, was von einer lukrativen Finanzierungsform zeugt – ein Dilemma? Nicht unbedingt. Das Streuen von weniger Kapital in mehrere Projekte ermöglicht eine Risikodiversifikation und den Aufbau eines gewinnbringenden Portfolios – ein Beispiel:
Wenn ich EUR 500 zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 7% p.a. für durchschnittlich 24 Monate in 30 Projekte veranlage, dann bekomme ich bei einem Kapitaleinsatz von EUR 15.000 nach zwei Jahren Zinsen (ohne Zinseszinsberechnung) von EUR 2.100. Wenn das so einfach ist, warum tut es dann nicht jeder?
Weil Crowdinvesting durch die Nachrangigkeit der Darlehen im Insolvenzfall des Bauträgers als hoch riskant gesehen wird – dafür gibt’s aber hohe Zinsen! Selbst wenn wir von einer Ausfallsquote von rund 1,5%p.a. ausgehen, bleiben noch immer rund 5,5% p.a. durchschnittlich Zinsen übrig, an die Sparbuchzinsen schon seit Jahrzehnten nicht einmal annährend rankommen. Im gleichen Zeitraum würde das Sparbuch einen Ertrag von rund EUR 50 abwerfen.
Zeit also, dass alternative Finanzierungs- und Anlagemodelle auch weiblicher werden. Denn das Sparbuch, das von Frauen oft bevorzugt wird, ist keine ertragreiche Alternative mehr. Wir freuen uns, vermehrt Frauen bei uns als Investorinnen begrüßen zu dürfen.
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